Chronik der Feuerwehr Eschenbach

Übersicht:

Aus der Chronik wurden einige weniger wichtige Stellen entfernt. Die vollständige Chronik können sie in der Festschrift zum 125-jährigen Jubiläum lesen. 

 

 

Wie aus den verschiedenen Aufzeichnungen und Unterlagen aus dem 13. und 14 Jahrhundert hervorgeht, war man mit dem Erlass einer Feuerschutzordnung bemüht, der verheerenden Kraft des Feuers und den immer häufiger auftretenden Bränden Einhalt zu gebieten. Ein Löschen der damaligen Holz- und Strohbauten war völlig ausgeschlossen. Man gemühte sich vielmehr, den Brandherd nach Möglichkeit zu begrenzen. Die erarbeitete Grundordnung der Grundherren Ebner von Eschenbach aus dem 15. Jahrhundert enthielt vor allem dem Feuerschutz dienende vorbeugende Maßregeln, Vorschriften und Verhaltensweisen. Diese Gemeindeordnungen wurden von Zeit zu Zeit wieder ergänzt. Insbesondere wurde der Umgang mit offenem Feuer bei Einbruch der Dunkelheit weitgehend verboten.

Die Eschenbacher Einwohner wurden zu jener Zeit von großen Feuerkatastrophen heimgesucht. Man wollte verhindern, dass durch eine Unachtsamkeit ein naheliegendes Strohdach in Brand gesteckt wurde. Die Nichtbeachtung solcher Vorschriften wurden stets mit Strafen belegt. Zu den vielfältigen Feuervorschriften zählte auch, dass in jedem Haus lange Stangen, Feuerleitern, gefüllte Wasserschäffer und mit Sand gefüllte Eimer vorhanden waren. Zur Überwachung und Einhaltung der Verordnung mussten die Vierer und Gotteshauspfleger die sogenannten Feuerschauer bestimmen.

Diese schwierige und verantwortungsvolle Aufgabe beinhaltete die regelmäßige Überwachung der offenen Feuerstellen. Grobe Verstöße wurden den Vierern, unter Umständen auch der zuständigen Grundherrschaft mitgeteilt.

Eine grundlegende Verbesserung erfuhr das Löschwesen erst durch die fahrbaren Spritzen mit Hartpumpenvorrichtung.  Eine solche Löschmaschine war für das gesamte Pegnitztal in Vorra stationiert. Sie war zur damaligen Zeit im Ernstfall eine ungewöhnlich große Hilfe. Doch der rasche Einsatz dieses Geräts war nicht immer gewährleistet.

Es gab noch eine große Anzahl weiterer Gründe, warum die Gutsherrschaft Ebner v. Eschenbach zu Recht die Anschaffung einer eignen Löschmaschine angeregt hatte.

An der Anschaffung dieser Maschine beteiligten sich die Orte Fischbrunn, Hirschbach, Hubmersberg, Hegendorf, Loch und Unterklausen.

Nach der Fertigstellung der Löschmaschine im Juli 1832 durch den Glockengießer Rupprecht aus Nürnberg musste natürlich auch ein Feuerwehrhäuschen errichtet werden. Es befand sich an der heutigen Stelle des Dorfbrunnens. Erst zu einem späteren wurde es abgerissen und an der Stelle wieder aufgebaut, wo es heute noch steht.

Mit dem Erhalt der Maschine wurde der Eschenbacher Wehr auch eine Feuerordnung übergeben. Sie enthielt die rechtmäßige Handhabung der Maschine.

Eine ganz bedeutende Neuerung in der Mitte des 19. Jahrhunderts war die Bildung militärisch organisierter „Freiwilligen Feuerwehren“. 

Es waren dann 33 Personen, welche die Freiwillige Feuerwehr Eschenbach am 25. Februar 1875 gründeten. Mich. Rießner wurde zum Vorstand und Hauptmann gewählt, Schulleiter Düll wurde Schriftführer, Gg. Pickelmann Kassier und Gg. Reis übernahm die Funktion des Zeugwarts.

Eine handbetriebene Saug- und Druckspritze leichterer Art, ausgestattet mit einer Schlauchleitung war zu Anfang des 20. Jahrhunderts eine wesentliche Verbesserung des Feuerlöschwesens in Eschenbach.

Während einer großen Trockenheit im August 1921 wurde die Eschenbacher Wehr zu einem Großbrand nach Heuchling gerufen. Der höher gelegene Ort musste vom Gehrestal, oberhalb von Pommelsbrunn mit Wasser versorgt werden. Aufgrund der Wassernot wurden damals sogar die Jauchegruben zu Löschen verwendet. Der Gastwirt der Ortschaft versuchte im wahrsten Sinne des Wortes den Brand an seinem Anwesen mit Bier zu löschen.

Mit Ausbruch des 3. Reiches wurden die Freiwilligen Feuerwehren in die Wehrorganisation und den staatlichen Ordnungsdienst eingegliedert. Dies hatte zur Folge, dass die Freiwilligkeit bis Ende des Krieges aufgehoben war.

Der Schrecken des 2. Weltkrieges hatte auch in unserer Wehr Spuren hinterlassen. Viele der Aktiven mussten im Kampf um das Vaterland ihr Leben lassen. Ein Neuaufbau der Wehr wurde unumgänglich.

Die aus den dreißiger Jahren stammende Motorspritze DKW hatte im Jahr 1964 ausgedient. Im selben Jahr konnte nämlich ein Anhänger, ausgestattet mit der Tragkraftspritze TS 8 in Betrieb genommen werden.

Im Jahre 1969 konnte Dank der Unterstützung durch die öffentlichen Behörden ein neues Feuerwehrfahrzeug in Dienst gestellt werden. Das Löschfahrzeug Marke Ford Transit, das heute noch seinen Dienst verrichtet, bitte Platz für eine Staffelbesetzung (1/5). Außerdem ist das Fahrzeug mit einer Tragkraftspritze TS 8 ausgestattet, die unabhängig vom Fahrzeug eingesetzt werden kann. Mit zwei vorhandenen Motorpumpen war die Wehr nun in der Lage, eine längere Schlauchleitung aufzubauen, weil eine Pumpe zur Verstärkung der anderen eingesetzt werden kann.

Der 3. Juni 1971 war wohl einer der denkwürdigsten Tage der Geschichte Eschenbachs. Bei Alarmierung der Feuerwehr dacht zunächst jeder an einen Brand, der sich dann jedoch als ein Hochwasser mit katastrophalen Ausmaß herausstellte.

Im Jahr 1985 feierte die FFw Eschenbach Ihr 110jähriges Bestehen mit Fahnenweihe. Die Feierlichkeiten begannen mit dem Festkommers am 8.Juni im Gasthof Lehr. Es fanden Ehrungen für verdiente Feuerwehrleute der Großgemeinde und der FFw Eschenbach statt. Am Samstag legten Nachwuchsfeuerwehrleute die „Deutsche Jugendleistungsspange“ ab.

Das Großergeignis aber war die Jubiläumsfeier mit Fahnenweihe. Wie in der damaligen Festschrift zu lesen ist, haben fast alle Einwohner von Eschenbach mit einer Spende dazu beigetragen, dass eine Vereinsfahne angeschafft werden konnte, welche von Eschenbacher Fahnensticker Willi Klausfelder gestaltet und hergestellt wurde. Bei einem Festgottesdienst im Festzelt wurde Sie von den Geistlichen Pfarrer Hornfeck und Matschiner geweiht.

Am Nachmittag zog ein nicht enden wollender Festzug von über 90 Feuerwehren aus dem ganzen Landkreis und von Vereinen der Umgebung unter Führung des Eschenbacher Posaunenchors durch den Ort zum Festzelt.

Bei der Jahreshauptversammlung am 17.01.1986 trat der langjährige 2 Kdt. Und Vorstand Hans Eberl zurück. Für Ihn wurde Robert Bauer zum 2. Kommandanten gewählt.

Am 12. 07. 1987 schreckte die Sirene die Einwohner von Eschenbach gegen 1.30 Uhr aus dem Schlaf. Ein Großbrand äscherte das Sägewerk Ortegel völlig ein. Durch den schnellen Einsatz der Feuerwehren aus Eschenbach, Hohenstadt, Pommelsbrunn, Hersbruck, Fischbrunn, Hubmersberg, Happurg und Alfalter konnte das angrenzende Mühlengebäude mit Wohnhaus gerettet werden.

Anläßlich der Jahreshauptversammlung am 15.01.2000 mußte der 2. Kommandant Robert Bauer aus gesundheitlichen Gründen zurücktreten. An seine Stelle trat nun Herbert Bauer.

Eine erfreuliche Tatsche ist, dass sich wieder 7 Jugendliche von 14. - 17. Jahren zum Feuerwehrdienst bereit erklärten. Sie wurden vorerst bei der Jugendgruppe der FFw Hohenstadt ausgebildet.

Die Wehr zählte im Jubiläumsjahr 2000 zu Ihrem 125jährigen Bestehen 32 aktive, 35 passive und 7 jugendliche Mitglieder.